Prädikanten

Auf der Kanzel stehen in unseren Kirchengemeinden nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer. Auch Prädikantinnen und Prädikanten feiern regelmäßig sonntags in unseren Gemeinden Gottesdienste. Manchmal tragen auch die Prädikanten einen Talar, aber nicht immer. Sie haben in der Regel nicht Theologie studiert, sondern eine andere Berufsausbildung gemacht. In einer Fortbildung haben sie gelernt, wie man Gottesdienste vorbereitet und feiert. Prädikantinnen und Prädikanten werden eingesetzt, um Pfarrerinnen und Pfarrer zu entlasten, wenn die mal einen freien Sonntag brauchen oder Urlaub haben.

 

Quelle: Reinhard Oesterle
Beauftragung neuer Prädikanten in unserem Bezirk: Peter Kern, Anne Kühner-Oesterle und Edgar Schmidt (von links)

Dass es bei uns in der evangelischen Kirche dieses Ehrenamt des Prädikanten bzw. der Prädikantin gibt, liegt an unserem reformatorischen Verständnis des sog. „Priestertums aller Glaubenden". Damit ist gemeint, dass alle getauften Christen dazu berufen und beauftragt sind, Gottes Wort zu verkündigen. Damit bei der Verkündigung des Wortes Gottes und bei der Feier der Sakramente aber nicht alles drunter und drüber geht und jeder macht, was er will, sollen bei uns in der Kirche nur Menschen – Theologinnen und Theologen und Laien (Gemeindeglieder, die nicht Theologie studiert haben) – predigen und die Sakramente spenden, die darin auch ausgebildet sind. Die

Prädikantinnen und Prädikanten werden vom Bezirksbeauftragten für Prädikantenarbeit betreut.

 
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