Dekanat

 
Im Dekanat wird die Leitung des Kirchenbezirks koordiniert. So steuert und entscheidet der Kirchenbezirk über die Zuordnung von Pfarrstellen und die Bezuschussung von kirchlichen Liegenschaften. Diese Themen werden im Bezirkskirchenrat, in Arbeitsgruppen und Ausschüssen besprochen, dessen Sitzungen im Dekanat vorbereitet werden. Die gesamte Post aus den Gemeinden an die Landeskirche und umgekehrt läuft über den Schreibtisch des Dekans. Oftmals sind dabei Themen berührt, in die der Kirchenbezirk beratend oder mit Entscheidungsbefugnissen eingebunden ist. Veranstaltungen des Kirchenbezirks werden hier geplant, Einladungen verschickt, Konferenzen vorbereitet.
  
Sekretariat und Assistenz
 
Es gibt eine ständige Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk des Kirchenbezirks und dem Evangelischen Verwaltungszweckverband Breisgau-Markgräflerland, mit Nachbardekanaten und dem katholischen Dekanat Endingen-Waldkirch, mit den Referaten der Landeskirche, häufig in den öffentlichen Raum hinein durch Gespräche mit Verantwortungsträgern und der Presse.

Zeitlich sehr aufwändig ist es, für etwa 40 hauptamtlich Mitarbeitende Urlaubs- und Krankheitsvertretungen zu organisieren. Wir sind sehr dankbar, dass Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand sowie ehrenamtliche Prädikantinnen und Prädikanten für diese Vertretungsaufgaben zur Verfügung stehen und Gottesdienste und Amtshandlungen übernehmen.
 
Woran kann man sehen, dass die Arbeit im Dekanat gelingt? Daran, dass die Gemeinden unterstützt, beraten, angeregt und entlastet werden.
 
Und: Auch in den ganz banalen organisatorischen und rechtlichen Fragen geht es immer um den Auftrag, der allen Mitarbeitenden in der Kirche aufgetragen ist: Um die Weitergabe des Glaubens an Jesus Christus an die Menschen unserer Zeit.
 
Unsere Adresse
Evangelisches Dekanat Emmendingen
Weidenmattenstr. 24
79312 Emmendingen
Telefon 07641 - 9185-40
Fax      07641  - 9185-49
E-Mail dekanat.emmendingen@kbz.ekiba.de
 
Telefonisch sind wir wie folgt erreichbar:
Montag - Freitag            9:00 - 12:00 Uhr
Dienstag + Donnerstag 14:00 - 16:00 Uhr
 
 
  
Pfarrer und stellvertretender Dekan
 

Dekan Rüdiger Schulze
Für die vielfältigen Aufgaben der Begleitung und Beratung der Kirchen- und Teamgemeinden und  der beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden bin ich dankbar für reichhaltige Erfahrungen im kirchlichen Leben. Seit über 35 Jahren teile ich sie mit meiner Frau Dorothee. Wir haben drei erwachsene Töchter und zwei Enkel.
Ich stamme aus Bonn-Bad Godesberg, wurde dort 1976 konfirmiert und wuchs über die Jugend- und Friedensarbeit in das kirchliche Leben hinein. Zunehmend haben mich theologische Fragen fasziniert. Das Berufsbild des Gemeindepfarrers hat mich angesprochen, besonders der Gottesdienst. Gottesdienste vergewissern mich, dass meinem Leben Mitte, Ziel und Sinn geschenkt sind. Das ist wunderbar und unersetzbar.
 
Nach dem Studium der Theologie in Bonn, Münster und Heidelberg bin ich seit 1989 im Pfarrdienst tätig, zunächst bis 2002 in Saarbrücken und Losheim am See im Nordsaarland. Danach ging es in den Süden nach Baden an den Kaiserstuhl. Bis 2014 war ich Gemeindepfarrer in Bötzingen. Die Landeskirche hat mir in dieser Zeit die Aufgabe eines Lehrpfarrers zur Ausbildung von Lehrvikarinnen und Lehrvikaren übertragen. Im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald war ich seit 2007 Dekanstellvertreter. All diese Erfahrungen sind kostbar für die Leitungsaufgabe als Dekan des Kirchenbezirks Emmendingen, zu dem mich die Bezirkssynode im Mai 2014 gewählt und im März 2022 wiedergewählt hat. Über das damit verbundene große Vertrauen habe ich mich sehr gefreut. Es ist eine wichtige Rückenstärkung für die anspruchsvollen Aufgaben in den kommenden Jahren. 
 
Mein Hauptanliegen besteht darin, die Gemeinden und die Pfarrerinnen und Pfarrer in ihren Aufgaben zu begleiten und zu entwickeln. Meine Erfahrung aus vielen Gemeinden ist: Es gelingt erstaunlich oft, Menschen auf das Evangelium und die Mitarbeit in der Kirche anzusprechen. Es gibt eine große Bereitschaft zum Engagement, besonders in zeitlich überschaubaren Projekten. Eine meiner wichtigsten Aufgaben sehe ich darin, das wechselseitige Gespräch über die gelingende Arbeit zu fördern und die Erfahrungen des Scheiterns miteinander zu tragen. Das gilt besonders in dem von der Landessynode beschlossenen Strukturprozess „Ekiba 2032“. Er ist notwendig geworden, weil unsere Kirche kleiner wird. Damit nimmt auch ihre wirtschaftliche Kraft ab. Zudem gibt es in den geistlichen Berufen weniger Nachwuchs als Personen, die in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Aus diesem Grund wird die Zahl der Hauptamtlichen kleiner, auch viele Gebäude werden wir aus der kirchlichen Nutzung verabschieden müssen. Das „Haus der lebendigen Steine“ aber hat Zukunft. Deshalb lohnt es sich, an einer lebendigen Kirche in der Mitte der Gesellschaft zu arbeiten.
 
Ich bin mir mit den Mitgliedern des Bezirkskirchenrates darin einig, in diesem Strukturprozess einerseits die vorhandene, gute Arbeit vor Ort in den Gemeinden zu stärken. Zugleich brauchen wir ein Bewusstsein für die geschwisterliche Unterstützung und eine Neuaufteilung der Arbeit an teilweise anderen Orten, wenn es weniger Hauptamtliche und weniger Immobilien gibt. Die gemeinsame Arbeit in den Teamgemeinden ist dafür ein guter Ansatz.